SEO - Suchmachinen Optimierung

Die verschiedenen Bereiche von SEO

Die Suchmaschinenoptimierung kann in mehrere Bereiche unterteilt werden:

Keywording: Hier geht es darum, die wichtigsten Schlüsselbegriffe (Keywords) zu identifizieren, für die die Website dann optimiert werden soll.
Technische SEO: Damit sind alle Maßnahmen gemeint, die dafür sorgen, dass der Google-Algorithmus den Inhalt der Seite lesen und verstehen kann.
Onpage SEO: Dies betrifft die Komponenten, die direkt auf der Seite umgesetzt werden: Zum Beispiel sorgen aussagekräftige Meta-Informationen, interne Verlinkungen und die Anreicherung der Seite mit multimedialen Inhalten (z.B. Videos) für ein besseres Ranking.
Mobile SEO: Immer mehr Menschen greifen mit mobilen Geräten wie Smartphones auf das Internet zu. Daher ist es wichtig, dass die Website für die mobile Darstellung optimiert ist.
Redaktioneller Content: Der Google-Algorithmus wird immer besser darin zu erkennen, ob eine Seite nützliche Inhalte für den Nutzer bietet. Hochwertige Inhalte sind daher ein Muss.
Offpage SEO: Hier geht es vor allem um externe Links. So kann die Anzahl und Qualität der extern verlinkenden Seiten einen Einfluss auf das organische Ranking haben.
Voice Search SEO: Immer mehr Nutzer stellen ihre Suchanfragen per Sprache. Voice Search verändert das Suchverhalten und stellt neue Anforderungen an eine Website. Voice Search SEO konzentriert sich auf die inhaltliche und technische Optimierung für Voice Search.

SEO-Regel 1: Für Sicherheit sorgen

 

Mittlerweile sind Websites mit SSL-Verschlüsselung ein fester Standard, der unbedingt auch für das Thema Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist. Auch Menschen sehen dies als selbstverständlich an. Eine Seite mit SSL-Zertifikat sagt ganz klar etwas über den Seitenbetreiber aus, nämlich dass er das Thema Sicherheit auf dem Schirm hat. Sehen Sie sich einmal diesen Screenshot an: Seit 2014 hat Google HTTPS als Ranking-Signal bestätigt und mittlerweile zeigt Google Chrome sogar Folgendes an: „Die Verbindung zu dieser Website ist nicht sicher“. Würden Sie so einer Website vertrauen? Wohl eher nicht. Falls noch nicht geschehen, sorgen Sie also dafür, dass Sie auf HTTPS umstellen, lieber früher als später. Google sieht das übrigens genauso und könnte Ihre SEO-Bemühungen bestrafen, indem Ihre Rankings und somit die organische Sichtbarkeit wegen mangelnder Sicherheit Ihrer Website heruntergestuft wird. Hier können Sie im morefire Blog genau nachlesen, wie Sie Ihre Website auf HTTPS umstellen.

SEO-Regel 2: PageSpeed-Optimierung

 

Menschen warten nicht gerne, Suchmaschinen auch nicht. Jeder User erwartet eine schnell ladende Seite und wird enttäuscht, wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird. Und auch hier sieht es Google ähnlich: Warum wertvolle Ressourcen für langsame Seiten verschwenden? Mit einer langsamen Website riskieren Sie den Erfolg Ihrer SEO-Arbeit. Im Wesentlichen sollte man folgende Punkte beachten und regelmäßig kontrollieren:

  • Beseitigung von Ressourcen, die das Rendering Ihrer Webseite blockieren
  • Aufschieben nicht sichtbarer Bilder (Offscreen-Images, die “below the fold” erscheinen)
  • Reduzierung des Ladeaufwands für den Hauptthred (Zeitersparnis durch Reduzierung von Parsen, Kompilieren und Ausführen von JavaScript)
  • Moderne Bildformate bereitstellen, um ein schnelleres Laden der Bilder zu ermöglichen

Einen ersten Überblick kann man sich mit dem Tool „PageSpeed Insights“ machen:

 

 

Der Vorteil an diesem Tool ist, dass Sie klare Handlungsanweisungen bekommen, wie Sie die Geschwindigkeit Ihrer Webseite verbessern können. Wenn nötig, können auch noch viele weitere Informationen zu den jeweiligen PageSpeed-Aspekten abgerufen werden.

Wie bei PageSpeed Insights liefert auf das Tool „TestMySiteWithGoogle“ einen Überblick über die wichtigsten PageSpeed Aspekte Ihrer Webseite. Auch dieses Tool liefert Ihnen Handlungsempfehlungen für die Optimierung Ihrer PageSpeed. Darüber hinaus können Sie sich hier einen kostenlosen Report zuschicken lassen, der die Analysen und Empfehlungen zusammenfasst.

SEO-Regel 3: Mobile Darstellung optimieren

Wie wichtig das Thema „Mobile“ im Zusammenhang mit SEO ist, sollte spätestens mit der Aussage klar sein, dass Google den Schritt zu „Mobile First“ geht und nicht mehr zwischen Desktop-Index und Mobile-Index unterscheiden will. Auch Toolanbieter wie SISTRIX ziehen nach und analysieren einen speziellen Sichtbarkeitsindex für mobile Geräte. Daher sollte man dafür gerüstet sein und am besten schon zum Start einer neuen Webseite mobil optimiert aufgestellt sein. Das Tool „MobileFriendly“ testet Ihre Webseite auf ihre mobile Optimierung.

 

Faustregeln für eine gute mobile Bedienbarkeit und somit SEO-Grundlagen sind:

  • Schnelle Ladezeit
  • Erkennbare Schriftgrößen
  • „Wurstfinger“-Bedienbarkeit
  • Genügend Abstand zwischen den verschiedenen Seitenelementen

Wenn Sie sich neben Suchmaschinenoptimierung auch ein wenig mehr mit den Themen Mobile und Usability auseinandersetzen wollen, empfehlen wir Ihnen einmal hier in unserem Blog vorbeizuschauen.

 

 

SEO-Regel 4: Inhalte erreichbar machen

Menschen sollen bestimmte Inhalte finden, also machen Sie es ihnen so leicht wie möglich. Auch hier wollen Suchmaschinen wie Google mal wieder genau das Gleiche. Sorgen Sie für eine saubere Informationsarchitektur und eine flache Hierarchie Ihrer Website, denn dies wirkt sich definitiv positiv auf Ihre SEO-Ergebnisse aus. Praktisch gesehen heißt das:

  • Inhalte für Suchmaschinen freigeben
  • Jeden Inhalt mit 3-4 Klicks erreichbar machen

So banal das klingt, prüfen Sie, ob Ihre Website überhaupt für Suchmaschinen freigegeben ist. Oft reicht es nur einen kleinen Haken zu setzen bzw. zu vergessen und schon fliegt die Seite aus dem Google Index. Stichwort: noindex.

Helfen dabei kann eine sogenannte „Site-Abfrage“ bei Google:

 

Die hier im Beispiel angezeigten 77.000 Ergebnisse entsprechen der Anzahl der Seiten, die im Google Index sind. Sollte diese Zahl grob von der Anzahl der Seiten abweichen, die Sie in Ihrem CMS oder Shopsystem hinterlegt haben, dann sollten Sie einen Schritt weiter gehen und Ihre komplette Website crawlen. Crawlen bedeutet, dass man mithilfe eines Tools versucht, jedem einzelnen Link auf Ihrer Website zu folgen. Mit einem Crawl finden Sie zudem die Klicktiefe Ihrer Website heraus, sprich: Mit wie vielen Klicks sind Ihre Inhalte zu erreichen. Ein sehr gutes und günstiges Tool (bei Websites unter 500 Seiten sogar komplett kostenlos) zum Crawlen einer Website ist der sogenannte „Screaming Frog SEO Spider“:

 

Sollten Sie feststellen, dass ein Großteil Ihrer Inhalte durchschnittlich mit mehr als 3-4 Klicks zu erreichen ist, sollten Sie Ihre interne Verlinkung optimieren. Ein gutes Beispiel für interne Verlinkung im Hinblick auf SEO ist übrigens ein typischer Wikipedia-Artikel, bei dem auf weitere wichtige Inhalte innerhalb der gleichen Website verlinkt wird:

 

Eine flache Hierarchie sowie eine gut strukturierte Informationsarchitektur durch interne Verlinkung erhöht die Chance einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung und somit auf glückliche Besucher um ein Vielfaches. Hier finden Sie übrigens weitere praktische Anwendungstipps für den Screaming Frog SEO Spider aus dem morefire Blog.

SEO-Regel 5: Saubere URLs verwenden

Das Wichtigste ist hier, dass Sie „sprechende“ URLs verwenden. Sogenannte sprechende URLs bestehen aus lesbaren Wörtern bzw. Keywords statt langen ID-Nummern oder kryptischen Zeichen. Der Vorteil aus SEO-Sicht sind dabei höhere Klickraten innerhalb der Google Ergebnisse, die ziemlich genau beschreiben, was den Suchenden auf der Website erwartet. Um erfolgreich Suchmaschinenoptimerung zu betreiben, sollten Sie sich neben sprechenden URLs zudem an folgende Regeln halten:

  • Halten Sie Ihre URLs so simpel und kurz wie möglich
  • Nutzen Sie Keywords
  • Verzichten Sie auf Sonderzeichen
  • Nutzen Sie das Minuszeichen als Trenner
  • Verwenden Sie nur Kleinschreibung
  • Keine Füllwörter verwenden

So könnte also eine für den User ansprechende und gleichzeitig SEO-konforme URL aussehen:

SEO-Regel 6: Title Tags optimieren

 

Unter den mittlerweile mehr als 200 verschiedenen SEO-Rankingfaktoren bei Google spielt der HTML-Title Tag immer noch eine extrem wichtige Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung Ihrer Website. Den Title Tag Ihrer Website können Sie entweder im Browser, im Quelltext oder in den Google Suchergebnissen sehen.

Optimieren Sie den Title Tag Ihrer Website folgendermaßen:

  • JEDE URL sollte einen individuellen Title besitzen
  • Das Keyword sollte sich dabei so weit wie möglich vorne befinden, optimalerweise direkt an vorderster Stelle
  • Der Title sollte aus nicht mehr als 70 Zeichen bestehen
  • Der Title sollte den User zum Klicken animieren

Beispiel für einen guten Title Tag, der den User zum Klicken anregt:

SEO-Regel 7: Meta Descriptions optimieren

 

Meta Descriptions sind im Gegensatz zu den Title Tags für die Besucher Ihrer Website nicht sichtbar. Die HTML-Meta Description kann man nur im Quelltext oder in den Google Ergebnissen sehen. Obwohl Meta Descriptions keinen direkten Einfluss auf Ihr SEO-Ranking haben, sollten diese für jede einzelne Seite Ihrer Website individuell gepflegt werden. Grund dafür ist, dass Suchmaschinen die Meta-Beschreibung innerhalb der Suchergebnislisten anzeigen. Somit können Sie über eine optimierte Meta-Beschreibung direkten Einfluss auf die Klickrate in den Google Ergebnissen nehmen, um mehr Besucher auf Ihre Website zu lenken. Sozusagen ein indirekter Rankingfaktor, wenn es um Suchmaschinenoptimierung und die organische Sichtbarkeit Ihrer Website geht.

Für Meta Descriptions gelten folgende Regeln:

  • Mindestens 80 Zeichen, maximal 150 Zeichen inklusive Leerzeichen. Sollten Sie diesen Wert überschreiten, schneidet Google die Meta Description einfach ab und ersetzt die letzten Zeichen durch (…).
  • Keyword am Anfang der ersten 80 Zeichen und optimalerweise noch einmal innerhalb der zweiten 80 Zeichen. Die Keywords werden in den Suchergebnissen fett hervorgehoben.
  • Schreiben Sie werblich und informativ. Verwenden Sie zudem eine klare Handlungsaufforderung, um positiven Einfluss auf die Klickrate innerhalb der Google Ergebnisse zu nehmen.
  • Nutzen Sie Sonderzeichen, um die Aufmerksamkeit der Suchenden auf Ihr Snippet zu lenken. Wie immer gilt aber auch hier: Nicht übertreiben, sonst haben wir Spam!

Beispiel für eine gute Meta Description, die den User zum Klicken anregt:

SEO-Regel 8: Überschriften optimieren

Nachdem die Besucher innerhalb der Google Ergebnisse auf Ihre SEO-Snippets geklickt haben, ist der User nun endlich auf Ihre Website gelangt. Wie beim Thema Usability und Geschwindigkeit geht es nun darum dessen Erwartungen zu erfüllen. Der erste Orientierungspunkt ist dabei die Überschrift. Wichtig ist es dabei sich an die Hierarchie von h1 – h6 zu halten. In h1 kommt logischerweise die wichtigste Überschrift, in h6 die am wenigsten wichtige. Ausschlaggebend ist es hier zu beachten, dass man nur so viele Ebenen verwendet, wie es für das entsprechende Element Sinn macht. In der Praxis reicht oft h3 als letzte Ebene völlig aus. Halten Sie sich an folgende Regeln und es wird mit den Usern und der Suchmaschinenoptimierung gleichermaßen gut funktionieren:

  • Konsistent zu Title Tag und Meta Description
  • Kurz und einprägsam
  • Informativ

SEO-Regel 9: Content mit Mehrwert bereitstellen

Da Google in erster Linie (immer noch) eine textbasierte Suchmaschine ist, geht es in einem ersten Schritt darum Texte zu schreiben, die den User auf der Website halten. Halten Sie sich beim Texten also an folgende Regeln, um im SEO erfolgreich zu sein:

  • Jeder Text sollte einzigartig im Web sein.
  • Jeder Text sollte dem User einen Mehrwert bieten.
  • Strukturieren Sie Ihre Texte sinnvoll.
  • Sprechen Sie Ihre Besucher direkt an und verwenden Sie eine identifizierende Sprache mit „wir“ und „uns“.
  • Beschreiben Sie in Ihren Inhalten, wie Sie Ihren Besuchern helfen können. Vermeiden Sie Satzbausteine wie „Wir sind die besten …“, sondern schreiben Sie etwas wie „… so helfen wir Ihnen bei …“.
  • Last but not least: Bauen Sie die dazu passenden Keywords in Ihre Texte ein. Hangeln Sie sich hierbei aber auf keinen Fall an irgendwelchen Kennzahlen, wie beispielsweise der Keyword-Dichte entlang. Schreiben Sie Texte, die für Ihre Besucher gut lesbar sind, sodass diese lange genug auf der Website bleiben, um am Ende das Kontaktformular auszufüllen oder Ihr Produkt zu kaufen.

Beim Content Ihrer Website sollte sich also nicht alles nur um Sie als Unternehmen drehen. Stellen Sie stattdessen Ihre potentiellen Kunden in den Mittelpunkt, liefern Sie Content mit Know-how und Mehrwert! Und damit Ihre Seite nicht zu einer unschönen Textwüste verkommt, ist es neben guten Texten genauso wichtig weiteren Content für Ihre Besucher bereitzustellen. Bieten Sie Ihren Besuchern also mehr an als nur Ihre Produkte. Stellen Sie Studien, E-Books, Checklisten, Whitepaper, Videos und weitere Inhalte mit klarem Nutzen und Mehrwert bereit.

 

 

SEO-Regel 10: Backlinks verdienen

 

Sollten Sie alle neun vorigen SEO Regeln beachtet haben, sollte es kein Problem sein Ihren Content von anderen Websites verlinken zu lassen. Denn Google wertet einen solchen Link (auch Backlink genannt) wie eine Empfehlung. Websites, die mehr gute Empfehlungen haben als andere, werden somit logischerweise als relevanter eingestuft und haben in der Regel bessere SEO-Rankings. Beim Thema Backlinks gilt aber ganz klar: Qualität vor Quantität. Ein Link von einer seriösen und gut besuchten Website ist mehr wert als 100 Links von fadenscheinigen eher unseriösen Websites. Sollten Sie versuchen Ihren Content durch Verweise von anderen Websites zu promoten, stellen Sie sich bei der Auswahl dieser externen Seiten folgende Fragen:

  • Würde ich dieser Website meine Kreditkartennummer anvertrauen?
  • Würde ich diese Website meinen Freunden oder meiner Familie weiterempfehlen?

Das Gleiche sollten Sie sich natürlich auch über die eigenen Inhalte fragen J. Und eine wichtige Warnung, zahlen Sie niemals Geld für einen Link. Googles Webmaster Guidelines verbieten es Links zu kaufen, da Google dies als Manipulationsversuch ansieht. Dass Google damit knallhart ins Gericht geht, haben Updates wie das Pinguin Update oder manuell vorgenommene Abstrafungen bestimmter Websites in der Vergangenheit gezeigt. Ein bekannter Onlineshop für Möbel wurde fast 3 Jahre lang von Google abgestraft, wie folgende Grafik zeigt. Was das fürs Geschäft bedeutet hat, kann sich jeder denken. Seien Sie also vorsichtig!

Fazit

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren 10 SEO-Regeln zeigen konnten, dass Suchmaschinenoptimierung kein Voodoo oder Hexenwerk ist. Eine gute organische Sichtbarkeit bei Google ist immer mit einer Menge harter Arbeit verbunden. Man sollte sich immer als erstes Gedanken über den User machen, der das Bedürfnis hat, etwas zu finden und bestimmte Erwartungen damit verknüpft. Vielleicht ist der Begriff Search Engine Optimization heutzutage gar nicht mehr zeitgemäß und man sollte SEO mit den Worten Search Experience Optimization deuten. Wie dem auch sei, wenn man die Erwartungen der User erfüllt, werden Suchmaschinen dies mit extrem wertvollen Traffic auf Ihre Website belohnen.